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Ratgeber Capris - die gängigste Form der Damenhose
Wer hätte das gedacht? Capris sind eine deutsche
Erfindung und sie sind schon mehr als 60 Jahre alt! Bereits Ende der
Vierzigerjahre kreierte die deutsche Modeschöpferin Sonja de Lennart
eine Damenhose, die für damalige Verhältnisse mehr als gewagt
war. Das Hosenbein endete kurz unter dem Knie, die Hose war knalleng
und Damen, die sie trugen, zeigten unmissverständlich ihre Hüftformen.
Und weil Frau de Lennart ein Fan der Insel Capri war, nannte sie ihre
Schöpfung nach ihrer Leidenschaft. Die Capris waren geboren.
Capris von oben und von unten
Capris gehören noch heute zu den gängigsten Formen von Damenhosen.
Es ist auch kein Wunder, denn sie sind nicht nur bequem, sondern sie lassen ihre
Trägerin auch besonders attraktiv aussehen. Der klassische Figur nahe Schnitt
streckt das gesamte Erscheinungsbild, auch wenn die Caprihose nicht bis zu den
Füßen reicht. Ein weiteres typisches Merkmal von Capris steckt im
Detail. Es handelt sich um den Beinabschluss, der eine kleine Besonderheit aufweist.
Er ist nämlich geschlitzt. Die Mutter aller Capris hatte seitlich einen
kleinen Schlitz, der nur wenige Zentimeter hoch war. Weitere Entwicklungen brachten
dann einen höheren Einschnitt, der mit Schnüren, einem Reißverschluss
oder dekorativen Knöpfen zu schließen war. Der obere Abschluss war
bequem, obwohl der hautenge Schnitt es nicht vermuten lässt. Der Bund war
nämlich ursprünglich als Dehnbund konzipiert, den klassischen Knopf-Reißverschluss
Hosenverschluss kannte man damals bei Damenhosen noch nicht.
Und die Moral von der Geschicht' …
Die Moral der ersten Trägerinnen von Capris war in Frage gestellt, so provozierend
wirkten die flotten Damenhosen damals. Heute sind sie eine Selbstverständlichkeit
und in allen möglichen Variationen zu sehen. Sie werden immer noch Capris
genannt, aber man findet sie auch unter der Bezeichnung 3/4-Hose oder 7/8-Hose.
Das ist rein rechnerisch nicht exakt dasselbe und daran kann man schon ersehen,
dass die Länge der Capris nicht mehr so genau definiert ist. Sie sollte
aber maximal wadenlang sein, wobei die Größe der Trägerin auch
eine Rolle spielt. Capris von heute sind auch nicht mehr ausschließlich
hauteng geschnitten. Damenhosen, die lässig weit sind, bequem um die Figur
spielen und irgendwo zwischen Knie und Knöchel enden, nennt man heute Caprihosen.
Rund
um Capris
Sie sind bunt gemustert oder einfarbig, sportlich oder elegant, lässig oder
Figur betonend. Capris sind hauptsächlich im Sommer zu sehen und wenn sie
dann auch noch aus einem sommerlichen Stoff sind, werden sie zum Lieblingsteil
der Saison. Capris sind wohl zusammen mit der Jeans die vielseitigsten Damenhosen,
denn sie sind für Freizeit, Sport und Strand genauso geeignet, wie für
Büro oder sogar einen Theaterbesuch. Der Stoff ist dafür verantwortlich
und das Design, wofür sich die Capris am besten eignen. Wie bei jedem anderen
Outfit auch, macht aber auch noch das Drumherum den wesentlichen Unterschied.
Zu Capris lassen sich beinahe alle Oberteile kombinieren, die sich im Kleiderschrank
finden. Taillenkurz oder Figur günstige Hüftlänge, eng oder weit
geschnitten, feminin oder sportlich – zu Capris passt einfach alles. Dasselbe
gilt auch für die Schuhe. Ein hoher Absatz sieht immer schön aus, das
gilt auch, wenn die Dame eine Caprihose trägt. Sie braucht aber auch nicht
auf die bequemen Flachen zu verzichten, denn auch damit sind Capris perfekt gestylt
für den Weg nach draußen.
Cabris im Herbst
Nach dem Sommer brauchen die Cabris noch längst nicht in den Kleiderschrank
zu wandern. Vielmehr werden die modernen Hosen auch in dieser Jahreszeit noch
gerne getragen. Dann werden sie mit Pullis, Strumpfhosen und Stiefeln kombiniert.
Auch Boots können zu Cabris getragen werden. Allerdings passt nicht jeder
Stiefel und jeder Boots zu jeder Capri, daher kann ein Blick in den Spiegel sicherlich
nicht schaden, bevor der neue Look „Draußen“ vorgeführt
wird.
Hosenlänge – von kurz bis lang
Am Arbeitsplatz sind Capris sicherlich noch im erlaubten Bereich. Sind
sie doch nicht zu kurz und zeigen auch nicht zu viel Bein. Shorts und
Bermudas hingegen sollten doch eher dem Freizeitbereich vorbehalten
sein. Im Allgemeinen gilt für
diese Hosen genau wie für die Capris auch: Entscheidend sind immer der Anlass,
die Beinform und das Alter, wie viel Bein gezeigt werden sollte. Nicht jedem
steht auch die Form der Capri Hose, bzw. deren Länge. Kleine und zierliche
Frauen können meist gut Capris tragen, kräftigere Damen hingegen sollten
eher darauf verzichten. Erlaubt ist aber auch hier, was gefällt. Ein strenges
Modediktat gibt es bei Capris nicht, zumindest nicht beim Freizeitlook. |