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Das Umdenken der Modeindustrie: Plus Size setzt sich langsam aber sicher durch

Das Umdenken der Modeindustrie: Plus Size setzt sich langsam aber sicher durch

Dass Schönheit oder gar Stil keinesfalls von der Konfektionsgröße abhängen, sollte wohl jedem bekannt sein. Doch gerade Frauen jenseits der Größe 40 hatten es in der Vergangenheit oft schwer, ihre Persönlichkeit modisch durch ein ansprechendes Outfit zu unterstreichen. Lange Zeit präsentierte die Modeindustrie nur Fashion, welche sich an Frauen mit Modelmaßen richtete. Nun findet langsam aber stetig ein Umdenken statt.

Vorbei ist das Nischendasein der Plus Size

Ein kleiner Ständer mit unförmiger Kleidung in einer Ecke eines stationären Ladengeschäfts war über viele Jahre für Frauen mit femininer Figur das Einzige, was sie an modischer Auswahl erwarten durften. Glücklicherweise hat sich dank des Internets und der Nachfrage der Kunden die Einstellung der Modeindustrie gewandelt. Onlineshops wie Ptakmoda beweisen ganz klar, dass hochwertige Mode für Frauen mit Kurven durchaus sexy, aktuell und stilvoll sein kann. Der Erfolg des Shops made in EU gibt allen Designern recht, die bewusst beginnen, Mode für „normale“ Frauen zu entwerfen. Denn rein statistisch betrachtet trägt gegenwärtig die deutsche Durchschnittsfrau nicht die vermeintliche Standardgröße 36, sondern vielmehr Größe 42/44. Mit der nunmehr breiten Auswahl an attraktiver Kleidung jenseits der 38 steht es jeder Frau frei, sich in inspirierende Outfits mit Wohlfühlcharakter zu werfen.

Mehr Diversität, weniger Size Zero, mehr Realität

Deutlich wird der Wandel in der Modeindustrie nicht ausschließlich anhand der neuen trendigen Kollektionen, die nun eine breitere Zielgruppe ansprechen. Seit geraumer Zeit haben sich mehrere namhafte Modeverbände dazu verpflichtet, keine minderjährigen Size Zero Models mehr über die Laufstege zu schicken und in Frankreich trat sogar ein Gesetz gegen Magermodels(*) in Kraft. Heute genießen Curvy Models wie die berühmte Deutsche Angelina Kirsch die gleiche Aufmerksamkeit, wie seinerzeit Claudia Schiffer in den 80er und 90er Jahren. Frauen mit echten Durchschnittsmaßen freut diese Entwicklung selbstredend, denn die Nachfrage bestätigt mehr als deutlich: Plus Size hat längst den Status eines Nischenproduktes abgelegt. Shops wie Ptakmoda setzen der fehlenden Diversität echte Konzepte und stilvolle Mode entgegen. Fakt bleibt jedoch auch, dass momentan lediglich die ersten Weichen gelegt wurden. Auch zukünftig muss die Modeindustrie daran arbeiten, dass über lange Zeit vermittelte falsche Frauenbild wieder zu korrigieren. Bekannte Modeketten wie C&A oder H&M sind bereits auf den fahrenden Zug aufgesprungen und es bleibt zu hoffen, dass viele weitere folgen. Denn eines steht fest: Auch Frauen mit großen Größen haben ein Anrecht auf Mode mit aktuellen Schnitten, coolen Designs und tollen Farben. Und das fordern sie zu recht ein.

Fazit: Plus Size setzt sich immer mehr in der Modeindustrie durch. Aktuelle Kollektionen zahlreicher namhafter Modelabels beinhalten auch Fashion für Frauen jenseits von Größe 38/40. Die breite Auswahl im World Wide Web eröffnet vielen Frauen mit femininer Figur dadurch endlich ganz neue Möglichkeiten, sich flott, sexy, sportlich oder elegant zu kleiden.

(*) Quelle: Spiegel Online

Das Umdenken der Modeindustrie: Plus Size setzt sich langsam aber sicher durch
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