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Eco-Fashion: Urbane Modekultur im Aufwind

Eco-Fashion: Urbane Modekultur im Aufwind

Kann spannende, gut designte Mode tatsächlich öko sein? Klar! Kleine und mittlere Modelabels beweisen es jede Saison aufs Neue: Casual- und Streetwear, die unter ökologischen und sozial fairen Aspekten produziert wurde, treffen in der Tat den Zeitgeist und Geschmack der Menschen.

Wer sich „Eco“ kleidet, trägt auch ein gutes Gewissen

Modisch immer up to date zu sein, stellt heute keine Herausforderung mehr dar. Gleichzeitig ethischer Werte bezüglich der Umwelt, Nachhaltigkeit oder sozialer Aspekte gerecht zu werden, schien viele Jahre schier unmöglich. Bereits seit einiger Zeit machen Modedesigner der Ethical Fashion Bewegung auf sich aufmerksam. Ihr Ziel: Die industrielle Anfertigung von Kleidung unter sowohl ökologischen als auch sozialen Gesichtspunkten. Diese Einstellung trifft den Zeitgeist vieler, steht doch das Bewusstsein für Fairness immer deutlicher im Fokus der Gesellschaft. Längst ist die konventionelle Modeindustrie auf den fahrenden Zug aufgesprungen und versucht mehr Eco Fashion in ihrem Sortiment zu integrieren, denn das Potential Grüner Mode ist groß. Auffallend zeigt sich das Interesse des konventionellen Handels sogar auf etablierten Modemessen wie der Ethical Fashion Show oder des Greenshowroom in Berlin, organisiert durch die Messe Frankfurt. Dieser erste Schritt könnte auf lange Sicht die Modewelt stark beeinflussen.

Gute Gründe für Eco-Fashion

Zeitgenössisches Design und aufregende Schnitte sind fest in der Eco-Fashion verankert. Doch es existieren noch weitere überzeugende Gründe für die Grüne Mode. Pestizide auf Baumwollfeldern, ein enormer Wasserverbrauch oder langfristige Schäden durch Umweltgifte stehen beispielhaft für die Probleme, mit denen sich die konventionelle Modeindustrie auseinandersetzten muss. Ein weiterer wunder Punkt liegt in den teils inhumanen Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter in den Produktionsstätten. Eco-Fashion Labels unterstützen mit ihren Methoden die existenzsichernde Bezahlung sowie menschenwürdige Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter in allen Bereichen der Produktions- und Lieferkette. Sie schützen geistiges Eigentum und versuchen darüber hinaus, traditionelles Handwerk wie auch lokale Märkte zu unterstützen. Langfristig investieren die Labels zudem in die Forschung und Entwicklung. Das Thema Transparenz trifft ferner den Nerv der Zeit. Ethical Fashion bemüht sich ständig, durch Kommunikation und Austausch untereinander Verbesserungen weiterzugeben. Ihr Bestreben nachhaltige Mode zu kreieren, untermauern sie durch das Offenlegen ihrer Lieferanten.

Fazit: Erstklassige Styles und ein ethisches Bewusstsein für Umwelt und Soziales müssen sich nicht ausschließen. Ethical Fashion setzt das Verständnis für moderne Mode zeitgenössisch um und verzichtet dabei keineswegs auf Trends. Auf Modemessen wie der Ethical Fashion Show, die im Rahmen der Berliner Fashion Week stattfindet, präsentieren die Eco-Labels nicht nur ihre Kollektionen. International werden solche Treffen als Plattform für einen regen Austausch rund um das Thema Ökologie und Soziales Engagement in der Mode genutzt.

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