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Influencer: Wie sich der Bereich Fashion und Social Media wandelt

Influencer: Wie sich der Bereich Fashion und Social Media wandelt

Mode sowie Beauty ganz ohne Influencer, welche die neuesten Kreationen authentisch vorstellen und sich mit ihrem Lächeln in das Herzen der potenziellen Kunden kämpfen? Das ist heute geradezu undenkbar, denn die vielen virtuellen Werbegesichter sind heute viel greifbarer als Models aus dem Katalog oder TV-Stars. Doch die Rolle befindet sich derzeit in einem gewissen, vorsichtigen Wandel – auch wegen des Themas Corona.

Die Wichtigkeit der Influencer heute und damals

Sowohl die Bereiche Mode als auch Luxus und einige andere sind darauf angewiesen, dass angesagt Influencer lukrative Verträge mit den Marken eingehen und dabei neue Zielgruppen erschließend oder alte für sich einnehmen. Gerade das Verhalten von jungen und kaufkräftigen Menschen kann durch Social Media und Co. oftmals viel besser beeinflusst werden als durch die Medien Fernsehen, Radio und Print. Gerade in Zeiten von Corona hat sich das Kaufverhalten massiv verändert. Es wird teilweise weniger spontan gekauft, weil Menschen online Mode bestellen und sich in aller Ruhe entscheiden können, ob sie die Produkte behalten oder nicht.

Auch die Budgets für das Marketing haben sich verändert und wurden bei den meisten Unternehmen eher kleiner. Deshalb spielt es eine große Rolle, welcher Influencer für welche Vorhaben gebucht wird. Um eine Kampagne sinnvoll zu gestalten, ist Kenntnis über das Ranking der erfolgreichsten Fashion Influencer wichtig. Nur wer wirklich gut bei der Zielgruppe ankommt, wird Teil der firmeneigenen Marketingstrategie.

So sieht die Vergangenheit in Sachen Fashion-Influencer aus

Innerhalb der letzten drei bis vier Jahre haben Influencer den gesamten Bereich für Marketing auf den Kopf gestellt. Unter anderem wird von der Fashion-Week live gepostet, der neueste Einkauf an topaktueller Kleidung minutiös vor den Followern präsentiert und Postings zu verschiedenen modischen Trends verfasst. Sogar eigene Kollektionen gibt es von jenen Influencern, die zu den Top-100 der Branche zählen. Man könnte glauben, dass alles automatisch hipper, wertvoller und relevanter wird, was die Influencer anfassen. Zudem wirken Personen, die ganz klein im Bereich Social Media angefangen haben, sehr authentisch. Ihnen glauben Kunden viel eher als Menschen, mit denen sie emotional rein gar nichts verbinden.

Ein sehr gutes Beispiel für den Erfolg der vergangenen Jahre: Die deutsche Influencer Stefanie Giesinger. Berühmt geworden durch die TV-Show Germanys Next Topmodel begann die Karriere der jungen Frau eigentlich erst so richtig, als sie anfing, per Social Media für große Marken zu werben. Unter anderen About You und NIKE zählen zu jenen Marken, welch bereist erfolgreich mit ihr zusammengearbeitet haben. Die vielen Follower komme nicht von ungefähr: Unter anderem trug die Teilnahme an der Model-Casting-Show und die vielen persönlichen, aber auch hochprofessionellen Postings zur Bekanntheit und zum Erfolg der jungen Frau bei. Heute ist sie eine beliebte Marketing-Partnerin.

Gesponserte Inhalte brechen ein

Auch an diesem Bereich geht Corona nicht vollkommen spurlos vorbei. Die Anzahl jener Posts, durch die aktiv Werbeeinnahmen erzielt werden konnten, sackte von einem mittleren zweistelligen Bereich auf einem mittleren einstelligen Bereich. In diesem Fall nützt es auch nichts, dass das öffentliche Leben stark eingeschränkt wurde und sich viele Aktivitäten daher auf den virtuellen Bereich beschränken. Dass dieser Einbruch von langer Dauer ist, darf allerdings bezweifelt werden, denn rückgängig machen lässt sich der große Einfluss der Influencer ganz sicher nicht. Nach wie vor ist der Bereich Social Media ein wichtiger Bereich aus dem Sektor Marketing und zumindest in den nächsten Jahren nicht wegzudenken. Generell war es von vielen Unternehmen geplant, dass das Budget für das Influencer-Marketing eher vergrößert als gekürzt werden sollte – diese Planung gilt allerdings für die Zeit vor Corona.

Das ändert sich aktuell

Die Wichtigkeit der Influencer bleibt gleich, doch die Art und Weise, wie sie sich selbst und die Produkte vermarkten, ändert sich. Vor allem die Markenwerte sollen gestärkt werden, sodass der Fokus eher auf einer emotionalen Bindung als auf dem bloßen Interesse an Produkten liegen soll.

Wie genau Influencer eingesetzt werden, entscheiden diese in der Regel nicht selbst, sondern die Verantwortlichen aus dem Bereich Marketing. Anhand der Auswertung von Daten, Umfragen und der Beobachtung aktueller Stimmungen wird nicht nur das Budget, sondern auch die Art und Weise des Marketings stetig ans Marktgeschehen angepasst. Voraussichtlich wird durch den Einfluss von Corona der Grundsatz gelten „Back to the Roots“ – Deutsch: Zurück zu den Wurzeln. Das bedeutet, dass Influencer wieder genau das tun und darstellen werden, was sie ursprünglich fokussiert haben. Hierbei geht es vor allem um Authentizität und den Dialog mit Followern sowie potenziellen Kunden.

Wichtig in diesem Zusammenhang ist die Stärkung des Community-Gefühls, sprich dem Zusammenhalt innerhalb der Followerschaft. Zudem setzen moderne Marken mehr auf Inhalte, welche direkt vom User selbst generiert wurden. Hier handelt es sich in vielen Fällen um getaggte Videos, Nachrichten oder Fotos, welche Follower freiwillig zur Verfügung stellen. Das wirkt authentisch, kostet wenig und schafft dennoch ein greifbar positives Markenimage. Die Beziehung zum Kunden steht im Fokus und nicht mehr länger das einzelnes Produkt oder eine Dienstleistung. Kunden als Botschafter für die eigene Marke? Hier handelt es sich um eine der wichtigsten Änderungen neben der oben beschriebenen Strategie „Zurück zu den Anfängen“.

Infografik: kleiderz.de/

Influencer: Wie sich der Bereich Fashion und Social Media wandelt
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