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Ratgeber Capris – die gängigste Form der Damenhose

Ratgeber Capris – die gängigste Form der Damenhose
Capris, Foto: Rick Carlson - Fotolia.com

Wer hätte das gedacht? Capris sind eine deutsche Erfindung und sie sind schon mehr als 60 Jahre alt! Bereits Ende der Vierzigerjahre kreierte die deutsche Modeschöpferin Sonja de Lennart eine Damenhose, die für damalige Verhältnisse mehr als gewagt war. Das Hosenbein endete kurz unter dem Knie, die Hose war knalleng und Damen, die sie trugen, zeigten unmissverständlich ihre Hüftformen. Und weil Frau de Lennart ein Fan der Insel Capri war, nannte sie ihre Schöpfung nach ihrer Leidenschaft. Die Capris waren geboren.

Capris von oben und von unten

Capris gehören noch heute zu den gängigsten Formen von Damenhosen. Es ist kein Wunder, denn sie sind nicht nur bequem, sondern lassen ihre Trägerin besonders attraktiv aussehen. Der klassische Figur nahe Schnitt streckt das gesamte Erscheinungsbild, selbst wenn die Caprihose nicht bis zu den Füßen reicht. Ein weiteres typisches Merkmal von Capris steckt im Detail. Es handelt sich um den Beinabschluss, der eine kleine Besonderheit aufweist. Er ist nämlich geschlitzt. Die Mutter aller Capris hatte seitlich einen kleinen Schlitz, der nur wenige Zentimeter hoch war. Weitere Entwicklungen brachten einen höheren Einschnitt, der mit Schnüren, einem Reißverschluss oder dekorativen Knöpfen zu schließen war. Der obere Abschluss war bequem, obwohl der hautenge Schnitt es nicht vermuten lässt. Der Bund war nämlich ursprünglich als Dehnbund konzipiert, den klassischen Knopf-Reißverschluss Hosenverschluss kannte man damals bei Damenhosen noch nicht.

Und die Moral von der Geschicht’…

Die Moral der ersten Trägerinnen von Capris war in Frage gestellt, so provozierend wirkten die flotten Damenhosen damals. Heute sind sie eine Selbstverständlichkeit und in allen möglichen Variationen zu sehen. Sie werden immer noch Capris genannt, aber man findet sie ebenfalls unter der Bezeichnung 3/4-Hose oder 7/8-Hose. Das ist rein rechnerisch nicht exakt dasselbe und daran kann man schon ersehen, dass die Länge der Capris nicht mehr so genau definiert ist. Sie sollte aber maximal wadenlang sein, wobei die Größe der Trägerin eine Rolle spielt. Capris von heute sind nicht mehr ausschließlich hauteng geschnitten. Damenhosen, die lässig weit sind, bequem um die Figur spielen und irgendwo zwischen Knie und Knöchel enden, nennt man heute Caprihosen.

Rund um Capris

Sie sind bunt gemustert oder einfarbig, sportlich oder elegant, lässig oder Figur betonend. Capris sind hauptsächlich im Sommer zu sehen und wenn sie aus einem sommerlichen Stoff sind, werden sie zum Lieblingsteil der Saison. Capris sind wohl zusammen mit der Jeans die vielseitigsten Damenhosen, denn sie sind für Freizeit, Sport und Strand genauso geeignet, wie für Büro oder sogar einen Theaterbesuch. Der Stoff ist dafür verantwortlich und das Design, wofür sich die Capris am besten eignen. Wie bei jedem anderen Outfit, macht das Drumherum den wesentlichen Unterschied. Zu Capris lassen sich beinahe alle Oberteile kombinieren, die sich im Kleiderschrank finden. Taillenkurz oder Figur günstige Hüftlänge, eng oder weit geschnitten, feminin oder sportlich – zu Capris passt einfach alles. Dasselbe gilt für die Schuhe. Ein hoher Absatz sieht immer schön aus, das gilt auch, wenn die Dame eine Caprihose trägt. Sie braucht nicht auf die bequemen Flachen zu verzichten, denn damit sind Capris perfekt gestylt für den Weg nach draußen.

Cabris im Herbst

Nach dem Sommer brauchen die Cabris noch längst nicht in den Kleiderschrank zu wandern. Vielmehr werden die modernen Hosen in dieser Jahreszeit noch gerne mit Pullis, Strumpfhosen und Stiefeln kombiniert. Boots können zu Cabris ebenso getragen werden. Allerdings passt nicht jeder Stiefel und jedes Paar Boots zu jeder Capri, daher kann ein Blick in den Spiegel sicherlich nicht schaden, bevor der neue Look „Draußen“ vorgeführt wird.

Hosenlänge – von kurz bis lang

Am Arbeitsplatz sind Capris sicherlich noch im erlaubten Bereich, zeigen sie doch nicht zu viel Bein. Shorts und Bermudas hingegen sollten doch eher dem Freizeitbereich vorbehalten sein. Im Allgemeinen gilt für diese Hosen genau wie für die Capris: Entscheidend sind immer der Anlass, die Beinform und das Alter, wie viel Bein gezeigt werden sollte. Nicht jedem steht die Form der Capri-Hose, bzw. deren Länge. Kleine, zierliche Frauen können meist gut Capris tragen, kräftigere Damen hingegen sollten eher darauf verzichten. Erlaubt ist trotzdem, was gefällt. Ein strenges Modediktat gibt es bei Capris nicht, zumindest nicht beim Freizeitlook.

Ratgeber Capris – die gängigste Form der Damenhose
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